Um Tischtennis in den eigenen vier Wänden zu spielen, braucht es in erster Linie zwei Dinge: Einen großen Tisch und viel Platz drum herum. Wer an einem Tisch in Originalgröße spielen will, sollte knappe drei Meter Spielfläche einplanen. Dazu auf beiden Längsseiten noch genügend Raum, um sich locker bewegen sowie dem schnellen kleinen Ball hinterher hechten zu können und mit dem Schläger dabei möglichst keine Blumen aus der Vase zu reißen. Alles in allem brauchen Tisch und Spieler sechs Meter Spielfläche. Sofern das Wetter stimmt und man verständnisvolle Nachbarn hat, die das „Ping und Pong” nicht stört, ist der Garten eine wunderbare Spielstätte. Doch es geht auch anders.

Die wenigsten Wohnungen können mit einer Spielfläche von mehreren Metern aufwarten und nicht jeder Glückliche besitzt die Vollkommenheit des Tischtennis-Glücks: Einen Garten. Bleiben noch Keller oder Speicher, doch auch diese beiden Varianten, bleiben eher den Eigenheimbesitzern vorbehalten. Wer privat oder gemeinschaftlich solchen Raum nutzen kann, ist beim Indoor-Tischtennis klar im Vorteil und kann sich eine Tischplatte aufbauen, die auch mal länger herumstehen darf. Wichtig ist dabei, dass der Raum, in welchem gespielt und die Tischtennisplatte aufbewahrt wird, nicht feucht ist. Denn Tischtennisplatten für den Indoor-Einsatz bestehen häufig aus Pressholz und können sich bei Feuchtigkeit oder hohen Temperaturschwankungen verziehen. Der Spaß am Ping Pong Spiel ist sogleich getrübt, denn Tischtennis ist ein sehr akkurates Spiel, dass eine gerade Spielfläche benötigt.

Große Räumlichkeiten, Keller, Speicher, Garten: Ganz klar kann nicht jeder so viel Platz aufbringen. Einige Hersteller haben sich diesem Problem gezielt gewidmet. So gibt es platzsparende Modelle, mit kleinerer Spielfläche, klappbar, im Koffer verstaubar und bequem tragbar. Auf diese Weise, macht das Tischtennis spielen an jeglichem Ort Spaß. Die geringen Maße von Breite und Höhe 75 cm und Länge der Spielfläche 125 cm trübt die Spielfreude in keinerlei Hinsicht. Wetterunabhängig kann der Klapptisch im Keller, Kinderzimmer, im Garten oder Wohnzimmer aufgestellt werden.

Doch auch der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und ein Tischtenniscourt kann aus wenigen Zutaten entstehen. Eine Sperrholzplatte, vier Beine darunter, eine kleine Leiste als Netz und fertig ist die Spielstätte. Als Schläger können Bücher dienen, ein kleiner leichter Ball findet sich immer. Eine andere Möglichkeit ist, die Tischplatte des Vertrauens mit einem schnell zu montierenden Netz aufzumotzen. Variabel und völlig flexibel lassen sich die Netze an jeglicher viereckigen Tischplatte schnell befestigen und sind damit sogar für Tischtennis in der Mittagspause geeignet – sofern der Chef verständnisvoll, und der Schreibtisch aufgeräumt, ist.

Für Tischtennis braucht es eigentlich einen Partner. Doch auch alleine kann Tischtennis Spaß machen. Wie? Einfach ein imaginäres Netz an die Wand projizieren und den Ball an einen vorher festgelegten Punkt schlagen. Oder aber den Ball möglichst häufig auf dem Tischtennisschläger „dotzen“ bzw. prellen, dabei abwechselnd die Vorhandseite und Rückhandseite nutzen, den Ballflug mal stark, mal sanft variieren. Wer einen Schläger und einen Ball hat, kann sich stundenlang damit beschäftigen. Und wer Spielpartner sucht, findet diese auf dem nächsten Schulhof, in der Begegnungsstätte, im Freibad oder auf Reisen in Jugendherbergen. Ping Pong, die leichte Variante des Sports Tischtennis, beherrscht schließlich fast Jeder.

Und wer weder Raum für den Tischumbau, noch Geld für eine platzsparende Tischtennisvariante, noch Kreativität oder Eigendynamik zum alleinigen Trainieren von Tricks hat, dem bleibt schließlich noch eine ganze andere Technik: Die Moderne. Tischtennis zu Hause spielen auf der Konsole, Playstation, der Wii oder dem PC und dabei die theoretischen Fähigkeiten im Ballsport trainieren.